Adventstour Tag 17 - Nina Hirschlehner: Leseprobe "Das Geheimnis der Flammen"

Alexandra Gorzen | Mittwoch, 13. Dezember 2017 | Kommentieren
Leseprobe aus "Das Geheimnis der Flammen"

PROLOG

SECHS JAHRE ZUVOR.
Das Getümmel in den oberen Stockwerken unseres Hauses ließ langsam nach und zum ersten Mal seit gefühlten Stunden wagte ich es, die Hände von meinen Ohren zu nehmen. Erleichtert stellte ich dabei fest, dass die Schreie und das Tosen verstummt waren. Immer noch vorsichtig kletterte ich aus meinem Versteck unter der Couch hervor. Als die Tür zu unserem Haus eingetreten worden war und fremde Wesen eingedrungen waren, hatte mein Bruder mich hinunter in den Keller gebracht. Er hatte mich hier drin eingeschlossen. Wie wild hatte ich gegen die Tür gehämmert und gerufen, er solle mich nicht alleine lassen, doch er hatte nicht auf mich gehört. Nun, wo alles vorbei zu sein schien, wartete ich darauf, dass Oliver zurückkam und mich hier rausholte. Doch er kam nicht. Eine Weile lang saß ich reglos mit auf dem Schoß gefalteten Händen auf der Couch und wartete. Vielleicht will er zuvor noch die Überreste des Kampfes beseitigen, sagte ich mir, um mich zu beruhigen. So wie meine Eltern hatte auch mein Bruder immer versucht, diesen Teil unseres Lebens so weit wie möglich von mir fernzuhalten. Bestimmt war das auch jetzt der Fall. Wenn er fertig war, würde er zu mir kommen. Er würde mich schon nicht hier unten vergessen. Ein wenig schaffte ich es, mich durch diese Gedanken zu beruhigen. Aber das ändere nichts an der Anspannung in mir. Irgendetwas stimmte nicht, das wusste ich ganz genau. Ich spürte es. Erst da wurde mir klar, dass hier drin ein Zweitschlüssel versteckt war. Er befand sich unter dem Bücherregal, für den Fall, dass Oliver und ich uns wieder einmal gegenseitig einschlossen und dann aufeinander vergaßen. Schnell machte ich mich auf die Suche nach dem Schlüssel. Vorsichtig, um keine unnötigen Geräusche zu erzeugen, öffnete ich die Tür und sah mich erst einmal um. Es war völlig still im Haus. Ich konnte nur noch das leise Ticken der Küchenuhr hören, was mir im Moment allerdings so laut wie Feuerwerksraketen vorkam. Geräuschlos schlich ich die Treppen hoch. Hier sah alles aus wie sonst, keinerlei Kampfspuren waren zu sehen. Das bestärkte meine Hoffnung, mein Bruder hätte erst das Chaos beseitigen wollen, bevor er mich holte. »Oliver?« Ich rief seinen Namen, doch ich bekam keine Antwort. Im gesamten Haus war niemand vorzufinden und nichts deutete auch nur mehr im Geringsten auf einen Kampf hin. Aber ich hatte es doch gehört. Jemand war hier gewesen, da war ich mir absolut sicher. Erst, als ich Olivers Zimmer betrat, um dort nach ihm zu suchen, entdeckte ich etwas, das mir bewies, dass ich nicht verrückt wurde. Die Wand, die gegenüber der Tür lag, war merkwürdig schwarz verfärbt. Es sah aus, als wäre sie verbrannt worden. Doch ich konnte sonst nirgendwo Anzeichen für ein Feuer finden. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass inmitten des schwarzen Fleckes etwas schimmerte, das aussah wie Öl. Vorsichtig näherte ich mich der Wand und legte meinen Kopf schief, um das Ganze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es machte den Anschein, als wären Buchstaben mit Öl an die Wand gemalt worden, allerdings konnte ich nicht entziffern, was da stehen sollte. Auch nach diesem Fund suchte ich weiter nach meinem Bruder – erfolglos. Er war gemeinsam mit meinen Eltern verschwunden.

Adventstour Tag 17 - Nina Hirschlehner: Leseprobe "Lass uns Träume sammeln"

Alexandra Gorzen | Mittwoch, 13. Dezember 2017 | Kommentieren
Leseprobe aus "Lass uns Träume sammeln"

die kälteste nacht

Mein Körper zitterte unkontrolliert. Die Kälte drang tief bis in meine Knochen vor, und sie schmerzte. Ich hatte das Gefühl, meine Fingerspitzen würden bald abfallen. Das war der kälteste Winter, den wir seit langem gehabt hatten. Seit Jahren wünschte ich mir weiße Weihnachten, und nun, wo es endlich so weit war, verfluchte ich jede Minute von diesem Heiligen Abend. Die Versuchung, zurück nach Hause zu gehen und meine Mutter um Verzeihung zu bitten, wurde immer verlockender. Aber ich konnte nicht zurück. Nicht nur, weil sie diejenige gewesen war, die mich auf die Straße gesetzt hatte. Ich hielt es in diesem Haus einfach nicht mehr aus. Immer dieser Streit um nichts. Ich konnte mich nicht einmal mehr daran erinnern, wann wir das letzte Mal nicht gestritten hatten. Bestimmt war das schon ein paar Monate her. Erschöpft ließ ich mich auf die Treppe vor einem Haus sinken. Hier war ich zumindest ein wenig geschützt vor dem ständig fallenden Schnee. In meiner Tasche kramte ich nach der Thermoskanne, die ich vor meinem Aufbruch noch eingepackt hatte. Ursprünglich war darin Tee gewesen, mittlerweile hatte ich ihn durch etwas weitaus Stärkeres ersetzt. Ich nahm einen kräftigen Schluck, in der Hoffnung, der Alkohol würde mich etwas aufwärmen. Aber natürlich tat er das nicht. Die Kanne war schon fast leer, und ich fror noch immer schrecklich. Ich wollte nicht hier draußen sein. Ich wollte in einem wohlig warmen Wohnzimmer sitzen und Heiligabend mit meiner Familie verbringen, so wie es vermutlich alle anderen Menschen in New York gerade machten. Ob ich einfach wie Maria und Josef an den Türen klingeln und hoffen sollte, dass mich jemand hineinließ? Nein, ich wollte meinen Platz im Trockenen nicht riskieren. Am Ende würden mich die Hausbewohner noch von ihrer Treppe verscheuchen, und ich müsste zurück in den Schnee. Das wollte ich nicht. Da war es immer noch besser, alleine hier draußen zu frieren. »Claire?« Ich blinzelte gegen das Licht der Straßenlaternen, um etwas zu erkennen. Die Stimme kam mir nicht bekannt vor. Und auch nicht das Gesicht, das dazugehörte. Endlich konnte ich es ausmachen: Ich sah dichtes, dunkles Haar und Augen, die so hell strahlten wie die Scheinwerfer des Taxis, das mich vorhin um ein Haar überrollt hatte. 

Adventstour Tag 16 - Nina Hirschlehner: Interview

Alexandra Gorzen | Dienstag, 12. Dezember 2017 | Kommentieren
Hallo Nina, danke, dass du heute dabei bist. Fangen wir mit den Basics an ^^ Stell dich den mal vor 😊
Danke dass ich da sein darf! Mein Name ist Nina und ich komme aus Oberösterreich. Ich bin 22 Jahre alt, allerdings schreibe ich schon leidenschaftlich, seit ich 16 bin. Damals habe ich begonnen, an einer Vampir-Reihe zu arbeiten, die mittlerweile beim Eisermann Verlag unter Vertrag ist. Seit 2014 veröffentliche ich regelmäßig Bücher im Bereich Fantasy und Jugendbuch. Im November ist mein neuer Roman "Lass uns Träume sammeln" bei Forever by Ullstein erschienen.

Und was sind deine Hobbys (außer dem Schreiben natürlich^^)?
Auch wenn es vielleicht verrückt klingt, liebe ich es, Sprachen zu lernen! (Zumindest meine Nachhilfeschüler können das absolut nicht nachvollziehen 😀). Ich reise für mein Leben gerne, besondern durch Italien und England. Außerdem machen mir Malen und Handlettering großen Spaß.

Wow, was für Sprachen hast du denn bereits gelernt?
Natrülich Englisch, dann Italienisch, Französisch (wobei das schon eine Weile her ist) und gerade bin ich dabei, ein wenig Spanisch zu lernen 🙂

Bringst du dir das selbst bei oder gehst du dafür in Kurse? 🙂
Einiges habe ich schon in der Schule gelernt und dann zu Hause einfach weitergemacht. Ich kaufe mir da immer Übungsbücher und versuche dann bei Reisen meine neuen Kenntnisse gleich mal anzuwenden 😀

Adventstour Tag 15 - Nina Hirschlehner: Buchvorstellung

Alexandra Gorzen | Montag, 11. Dezember 2017 | Kommentieren
Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe ihr hattet einen schönen 2. Advent und ein erholsames Wochenende.
Heute stelle ich euch zwei von Ninas Büchern vor, von denen sich der Gewinner des Gewinnspiels eines aussuchen kann:

"Lass uns Träume sammeln"
TITEL: Lass uns träume sammeln
AUTOR: nina hirschlehner
Verlag: forever (06.11.17)
SEITEN: 336
PREIS: 15,00€ (Taschenbuch)
2,99€ (KINDLE EDITION)

Klappentext
Weiße Weihnacht und eine zerbrechliche Liebe in New York
Eigentlich liebt Claire weiße Weihnachten. Und eigentlich sollte sie jetzt mit ihrer Familie den Weihnachtsabend genießen. Eigentlich. Doch Claire kann nicht nach Hause, denn sie hat sich mit ihrer Mutter gestritten. Schon wieder. Deshalb sitzt die 22-Jährige zur besinnlichsten Zeit des Jahres alleine in einem New Yorker Hauseingang und friert sich die Zehen ab. Doch dann kommt zufällig Jamie vorbei und bietet ihr ein Zimmer in seiner Wohnung an. Jamie, ihr früherer Mitschüler, der schon in der Schule immer zu den coolen Kids gehört hatte. Widerwillig nimmt Claire sein Angebot an und wird seine neue Mitbewohnerin. Obwohl sie es nicht will, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Dabei glaubt sie schon lange nicht mehr an die Liebe. Und außerdem ist da noch Jamies Freundin, mit der Claire ein Geheimnis teilt …

"Das Geheimnis der Flammen"

TITEL:das geheimnis der flammen (chroniken der zehn)
AUTOR: NINA HIRSCHLEHNER
VERLAG: books on demand (28.09.15)
SEITEN: 340
PREIS: 11,99€ (TASCHENBUCH)
3,99€ (KINDLE EDITION)

Klappentext
Jede Nacht das Gleiche: Die Stadt vor übernatürlichen Angriffen schützen und dafür sorgen, dass niemand etwas davon bemerkt. 

Für die fünfzehnjährige Elisa ist das der Alltag, auch wenn sie sich oft wünscht, diese Aufgabe nicht alleine erfüllen zu müssen. 
Wie es das Schicksal so will, findet sie tatsächlich Gleichgesinnte im Kreis der Zehn. Eigentlich sollte ihr Leben von nun an um einiges leichter werden, wenn da nicht Alexander wäre ...


Morgen geht es mit dem Interview mit Nina Hirschlehner weiter!
Liebe Grüße
Alex

Adventstour Gewinnspiel #3

Alexandra Gorzen | Sonntag, 10. Dezember 2017 | 2 Kommentare
Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe ihr habt einen schönen 2. Adventssonntag.
Heute startet das 3. und somit vorletzte Gewinnspiel dieser Adventstour mit den Autorinnen Nina Hirschlehner und Monja Schneider! Wie auch zuvor gibt es zu beiden Buchvorstellungen, Interviews und Leseproben!
Und hier kommt das Gewinnspiel:



Lass uns Träume sammeln
Weiße Weihnacht und eine zerbrechliche Liebe in New York
Eigentlich liebt Claire weiße Weihnachten. Und eigentlich sollte sie jetzt mit ihrer Familie den Weihnachtsabend genießen. Eigentlich. Doch Claire kann nicht nach Hause, denn sie hat sich mit ihrer Mutter gestritten. Schon wieder. Deshalb sitzt die 22-Jährige zur besinnlichsten Zeit des Jahres alleine in einem New Yorker Hauseingang und friert sich die Zehen ab. Doch dann kommt zufällig Jamie vorbei und bietet ihr ein Zimmer in seiner Wohnung an. Jamie, ihr früherer Mitschüler, der schon in der Schule immer zu den coolen Kids gehört hatte. Widerwillig nimmt Claire sein Angebot an und wird seine neue Mitbewohnerin. Obwohl sie es nicht will, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Dabei glaubt sie schon lange nicht mehr an die Liebe. Und außerdem ist da noch Jamies Freundin, mit der Claire ein Geheimnis teilt …

Das Geheimnis der Flammen
Jede Nacht das Gleiche: Die Stadt vor übernatürlichen Angriffen schützen und dafür sorgen, dass niemand etwas davon bemerkt. 
Für die fünfzehnjährige Elisa ist das der Alltag, auch wenn sie sich oft wünscht, diese Aufgabe nicht alleine erfüllen zu müssen. 

Wie es das Schicksal so will, findet sie tatsächlich Gleichgesinnte im Kreis der Zehn. Eigentlich sollte ihr Leben von nun an um einiges leichter werden, wenn da nicht Alexander wäre ...

Weihnachten auf italienisch
Fleur hat genug von Männern, mehr als genug! Alles, was sie noch möchte, ist ein Kind. Nur darum lässt sie sich einmal im Monat auf ein One-Night-Stand ein. Doch sie hat die Rechnung ohne den smarten Bodyguard Fabio Castellani gemacht. Der lässt sie nach der gemeinsam verbrachten Nacht nicht einfach ihres Weges ziehen. Er lädt sie in seine schicke Wohnung in der Nähe Roms ein - ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Dort gibt er ihr nicht nur in heißen Nächten seinen Samen, sondern schenkt ihr auch ein Weihnachtsfest im Kreise seiner italienischen Familie, ob Fleur will oder nicht ...

Zum Gewinn gehört:
1. Preis:
1 signiertes Print "Weihnachten auf italienisch" von Monja Schneider
+ 1 J.S. Wonda Poster
+ Kühlschrankmagnet ("The young Elites" Edition)
+ "Hermione"-Kerze
+ Goodies

2. Preis:
1 eBook von Nina Hirschlehner: entweder "Lass uns träume sammeln" oder "Das Geheimnis der Flammen" (du wählst aus)
+ 1 J.S. Wonda Poster
+ 1 "Shadow Dragon"-Notizbuch
+ 1 "Blue´s Brew"- Früchtetee (Fairyloot Exclusive)
+ Goodies

(Bitte beachtet, dass nicht alles, was auf dem Bild zu sehen ist, nur für den 1. Preis gedacht ist. Das Bild dient zu Veranschaulichung beider Preise.)

Teilnahmebedingungen:
🌹 Du musst Follower dieses Blogs sein und unter diesem Post einen netten Kommentar schreiben
(1 Los)
🌹 Auf meiner Facebook-Seite Bücherblüten kannst du ebenfalls teilnehmen und deine Chancen erhöhen (dort gibt es mehr Lose!)

 Rechtliches:
🌹 Ende dieses Gewinnspiels und Auslosung ist am 3. Adventssonntag, den 17.12.2017 um 12:00 Uhr
🌹 Der Gewinner wird sowohl auf diesem Blog, als auch auf Facebook (Bücherblüten) bekannt gegeben 
🌹 Du musst einen Wohnsitz in Deutschland haben
🌹 Weder Blogspot noch Facebook sind die Veranstalter dieses Gewinnspiels oder Ansprechpartner
🌹 Du musst volljährig sein oder das Einverständnis deiner Eltern haben
🌹 Die Gewinne können nicht ausgezahlt oder bei Verlust ersetzt werden
🌹 Ich hafte nicht bei Verlust der Gewinne



🌹 Der Gewinner muss sich innerhalb von 48 Stunden bei mir per Email (buecherblueten@web.de) oder PN auf meiner Facebook-Seite (Bücherblüten) melden

Vielen Dank an Nina Hirschlehner und Monja Schneider für die großzügige Bereitstellung der Bücher und Goodies!❤️

Liebe Grüße und viel Glück!
Alex

Adventstour Tag 14 - Gewinnspielauslosung #2

Alexandra Gorzen | Sonntag, 10. Dezember 2017 | 1 Kommentar
Einen schönen zweiten Advent wünsche ich euch!
Hier sind die Gewinner des 2. Adventsgewinnspiel:



1. Preis:
Janine Linemann

2. Preis:
Honest Magpie

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern! Bitte meldet euch per Email (buecherblueten@web.de) oder auf meiner Facebook Seite Bücherblüten innerhalb von 48 Stunden mit eurem Namen und Anschrift, sonst geht der Preis an einen anderen.

Liebe Grüße

Alex

Adventstour Tag 13 - K.C. Kornwall: Leseprobe

Alexandra Gorzen | Samstag, 9. Dezember 2017 | Kommentieren
Leseprobe aus "Miras Magie"

kapitel 1
Mira

Ich weiß, es klingt seltsam. Aber bereits bevor ich geboren wurde, wusste ich, dass ich meine Eltern nie kennenlernen würde. Mein Name ist Mira. Na ja, zumindest ist das der Name, den meine neue Mama mir gegeben hat. Sie sagt, es bedeutet so viel wie Wunder… Jahrhunderte lang schlief ich eingeschlossen in einem Felsen. Nur eine Eierschale schützte mich vor den tausenden Tonnen massiven Gesteins um mich herum. Eigentlich rechnete ich nicht damit, überhaupt noch jemals auf die Welt zu kommen und ich wollte es auch gar nicht. Zumindest im Moment nicht. War die Welt einst noch voller Magie, so traf man sie heute nur noch selten an und die wenige Magie, die noch da war, wurde unerbittlich gejagt. Gejagt, von Menschen, die sie ein für alle Mal verbannen wollten. So lange ich hier im Fels eingeschlossen war, war ich sicher und konnte zumindest noch darauf hoffen, dass die Welt eines Tages vielleicht wieder bereit wäre, die Magie als einen Teil von ihr zu akzeptieren. Doch das Schicksal hatte anderes mit mir vor und so passierte an diesem Sommertag etwas völlig Unerwartetes. Es war ziemlich genau im achthundertfünfundneunzigsten Sommer, als es geschah. Wie in jedem Jahr weckte mich die wunderbar wohlige Wärme und machte mich neugierig auf das, was da draußen wohl war. Schon seit vielen Jahren hörte ich, wie die Menschen zu dieser Jahreszeit zwischen den Felsen umherwanderten und sich über das unterhielten, was sie sahen. Ich lauschte unbemerkt ihren Stimmen, wie sie sich über die Magie unterhielten, die es einst hier gegeben haben musste. Den meisten Menschen gefiel es hier, doch anderen war dieser Ort unheimlich. Sie schienen zu glauben, dass es noch immer so etwas wie Geister in diesen Steinen gab, doch dabei fühlte ich mich nicht angesprochen. Ich freute mich jedes Mal besonders, wenn Menschen sich dazu entschlossen bei mir Rast zu machen und ich so ihren, manchmal doch sehr ungewöhnlichen, Geschichten noch eine Weile lauschen durfte. Dieser Sommer war besonders warm und dauerte länger als alle, die ich zuvor erlebt hatte. Die Menschen kamen und gingen und stöhnten dabei oft nur über die wahnsinnige Hitze, anstatt die Landschaft zu bewundern, sodass ich ihnen zum ersten Mal seit langer Zeit nicht mehr zuhörte.

Adventstour Tag 12 - K.C. Kornwall: Interview

Alexandra Gorzen | Freitag, 8. Dezember 2017 | Kommentieren
Hallo! Schön, dass du heute dabei bist. Fangen wir mal einfach an:Was sind deine Hobbys? (neben dem Schreiben natürlich^^)
Unser Hund, gemütliche Abende mit Freunden verbringen und ich liebe es Serien zu schauen.

Was ist dein Lieblingsgenre? (lesen und schreiben)
Mein Lieblingsgenre ist Fantasy. Ich lese es in allen Variationen und schreibe am Liebsten Romantasy.

Was fasziniert dich an deinem Genre so sehr?
Am Meisten begeistert mich, dass einfach alles möglich ist. Man kann sich eine wundersame Welt, komplett nach den eigenen Vorstellungen, erschaffen und auch bei den Figuren sind einem keine Grenzen gesetzt. Das ist einfach toll.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer sehr gern gelesen und auch in der Schule habe ich lieber Aufsätze geschrieben, als Matheaufgaben gelöst. Mit dem Schreiben selbst habe ich aber erst relativ spät angefangen, ca. vor fünf Jahren. Ich hatte damals eine Idee im Kopf und die wollte ich unbedingt aufschreiben und versuchen eine Geschichte draus zu machen.

Ist das Schreiben ein Hobby für dich oder mehr?
Es ist ein Hobby, das ich sehr liebe. Allerdings kommt es vor, dass ich an machen Tagen regelrecht süchtig danach bin und am liebsten nichts anderes mehr tun würde :D

Wann überkommt dich die Inspiration zu schreiben?

Meist, wenn ich im Bett liege und nicht schlafen kann.

Woher hattest du die Idee für dein Buch? Hat dich jemand oder etwas inspiriert?
Die Idee zu Miras Magie kam mir ganz spontan. Eigentlich hatte ich erst etwas völlig anderes im Kopf, doch wenn ich einmal anfange zu Schreiben, merke ich oft sehr schnell, dass meine Protagonisten selbst entscheiden, in welche Richtung die Geschichte weiter geht.

Hast du einen Lieblingscharakter in deinem Buch, wenn ja welcher?
Ich liebe meine beiden Protas. Mira und Eric haben mich beim Schreiben beide sehr überrascht.

Ähnelst du oder jemand in deinem Umfeld einem deiner Charaktere?
Nein, ich denke nicht.

Jetzt mal etwas selbstbewusster: Welches deiner Bücher findest du „am besten gelungen“?
Bis vor Kurzem war „Miras Magie“ noch mein liebstes Buch, doch ich denke, dass mir das Buch, an dem ich im Moment arbeite, noch „besser gelingen“ wird.

Was machen deine Protagonisten zur Advents- und Weihnachtszeit?
Sie sind mit ihren Familien und Freunden zusammen, gehen auf den Weihnachtsmarkt oder sitzen abends gemütlich zu Hause zusammen.

Und du?
In der Adventszeit wird alles weihnachtlich dekoriert, es werden Plätzchen gebacken und auf dem Sofa gemütlich Weihnachtsfilme geschaut.

Vielen Dank für deine Teilnahme an dem Interview und meiner Adventsaktion!

Morgen geht es mit der Leseprobe zu "Miras Magie" weiter!
Liebe Grüße
Alex

Adventstour Tag 11 - K.C. Kornwall: Buchvorstellung

Alexandra Gorzen | Donnerstag, 7. Dezember 2017 | Kommentieren
Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe ihr hattet einen schönen Nikolaustag :)
Heute stelle ich euch das Buch vor, welches ich auch diese Woche im Gewinnspiel verlose:

"Miras Magie"

TITEL: Miras Magie
AUTOR: K.C. Kornwall
SEITEN: 137
PREIS: 
3,99€ (KINDLE EDITION)

Klappentext
Mira lebt in einer Welt, in der Magie als böse gilt und deshalb seit Jahrhunderten gejagt wird.
Aus den sicheren Zonen wurde diese übernatürliche Macht bereits gänzlich verbannt und die Menschen, die dort leben, interessieren sich deshalb auch nicht mehr sonderlich dafür.
In Miras Kopf ist die Magie jedoch allgegenwärtig, denn sie hat ein Geheimnis, dass eigentlich niemand je erfahren sollte.
Als kurz vor ihrem zwanzigsten Geburtstag ein seltsamer junger Mann auftaucht, werden ihre Welt und ihre Gefühle plötzlich völlig auf den Kopf gestellt und ihr wird klar, dass sie sich nun nicht mehr verstecken kann.


Morgen geht es mit dem Interview mit K.C.Kornwall weiter!
Liebe Grüße
Alex

Adventstour Tag 10 - Kate Lynn Mason: Leseprobe

Alexandra Gorzen | Mittwoch, 6. Dezember 2017 | Kommentieren
Leseprobe aus "Wenn Liebe ein bisschen einfacher wäre"


1. Kapitel 
Isabella 
Ich spürte seinen Blick auf meinem Hintern. Mir war bewusst, dass mich der attraktive dunkelhaarige Kerl vom Tisch am Fenster abcheckte, während ich die Bestellung aufnahm. Er begutachtete mich in meinem engen Lederminirock wie ein Farmer das Vieh auf einer Auktion. Was für ein Idiot. Er war einer dieser Kerle, die glaubten, dass ihnen die Welt gehörte. Einer, der dachte, dass er sich alles erlauben und jedes Mädchen haben konnte. Ich kannte diese Typen von der Uni. Sie waren im Grunde doch alle gleich, meinten, sie seien etwas Besseres, weil sie reiche Eltern hatten. Sie waren unter den Normalos leicht auszumachen, denn sie trugen Designer-Shirts und an ihren Handgelenken blitzten sündhaft teure Armbanduhren von Bvlgari oder Rolex. Seit einigen Wochen tauchte dieses Exemplar im Blackhawk auf, saß meist am selben Tisch mit den gleichen Leuten – dem Aussehen nach ebenfalls Studenten, Jungs, deren Klamotten eine eindeutige Sprache sprachen – oder war in Begleitung einer schicken Blondine so wie heute. Innerlich seufzend, verscheuchte ich meine Gedanken und gesellte mich zu Cora hinter die Bar. Die große Rothaarige garnierte gerade einen Scotch Apple mit einer halben Zitronenscheibe. Sie zwinkerte mir zu und hob keck ihre Schulter in meine Richtung, was ihr üppiges Dekolleté, das in einem silber schimmernden Korsett steckte, noch etwas mehr anhob. Mutter Natur war bei mir weniger großzügig gewesen, deshalb ein Halleluja für Push-ups. Ich schnappte mir ein Bierglas aus der Halterung über der Theke und hielt es schräg unter den Zapfhahn, um es mit Ale zu befüllen. »Hey, Izzy, wie läuft’s?« Ein Bär von einem Mann entblößte grinsend ein paar einsame gelbe Zähne, als er unsicheren Fußes an mir vorbeischwankte. Er kicherte in seinen Bart, offenbar belustigt über das kleine Wortspiel. Es war noch nicht mal acht und Finnlay Dunmore hatte schon wieder mächtig getankt. »Alles prima, Finn«, entgegnete ich gut gelaunt. »Schön, dich zu sehen.« Drüben am Fenstertisch brandete heiteres Gelächter auf und mischte sich mit den hämmernden Drums des keltischen Rocksongs, die meine Magengrube wie Maschinengewehrsalven trafen. Wie jeden Freitagabend platzte das Blackhawk aus allen Nähten. Stickige Luft, Lärm, Körperkontakt und der Geruch von Gin, Whisky, Bier und Schweiß gehörten hier dazu. Ich liebte die Arbeit in dieser Bar am Grassmarket im Herzen Edinburghs. Die meisten, die sich hier auf ein Pint trafen, waren Studenten, einfache Arbeiter oder Geschäftsleute aus den umliegenden Läden oder Touristen. Einen Großteil der Gäste kannte ich, einige ihrer Gesichter waren mir fast so vertraut wie mein eigenes. Das Blackhawk mit den urigen Deckenbalken, seinen gekalkten Wänden, an denen nostalgische Blechschilder für Bier, Kaffee und Waschmittel warben, und die beachtliche Ansammlung von Whiskyflaschen in dem deckenhohen Regal hinter der Holztheke war mir in den drei Jahren, in denen ich hier arbeitete, zu einem zweiten Zuhause geworden. Als ich den Kopf hob, sah ich unerwartet in ein nicht mehr ganz so unbekanntes Augenpaar. Die Farbe war in dem flackernden Licht schwer auszumachen, doch ich wusste, dass es sich um ein strahlendes Türkisgrün handelte. So faszinierend seine Augen waren, so wütend machte mich das Grinsen auf seinen Lippen. Ich war zusammengezuckt und offenbar amüsierte ihn meine Reaktion. So ein Mistkerl. Über dieses arrogante Verhalten half auch sein gutes Aussehen nicht hinweg. Erwähnte ich schon, dass ich ihn für einen Arsch hielt? Ich nahm das Bierglas vom Zapfhahn. »Was gibt’s?«, fragte ich eine Spur ruppiger als beabsichtigt. Das war sonst nicht meine Art, aber dieser Kerl beschwor etwas in mir herauf, das ich nur schwer kontrollieren konnte. Als könnte er meine Gedanken lesen, wurde das Grinsen noch etwas breiter, was auf seiner linken bartstoppeligen Wange ein Grübchen hervorzauberte. 

Adventstour Tag 9 - Kate Lynn Mason: Interview

Alexandra Gorzen | Dienstag, 5. Dezember 2017 | Kommentieren
Hallo Kate! Schön, dass du heute dabei bist. Fangen wir mal einfach an, stelle dich den Lesern vor!
Gern, liebe Alex. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und lebe in einem kleinen Ort an der südhessischen Bergstraße (nahe der Grenze zu Baden-Württemberg, wo ich eigentlich herkomme). Die meisten meiner Leser kennen mich vielleicht unter den Autorennamen Kate Lynn Mason oder Kate Sunday – und weniger unter dem Namen Kerstin Sonntag. Unter dem Pseudonym Kate Sunday habe ich romantische Liebesromane sowie Young Adult Romance veröffentlicht, als Kate Lynn Mason schreibe ich prickelnde, erotische Geschichten und auch New Adult Romance. In diesem Sommer ist mein erstes Kinderbuch unter meinem richtigen Namen erschienen.

Was sind deine Hobbys? (neben dem Schreiben natürlich^^)
Ich lese wahnsinnig gern! Und wenn ich mal nicht schreibe, was wirklich selten vorkommt, treffe ich mich gern mit Freunden auf einen Plausch und eine schöne Tasse Kaffee, außerdem singe ich noch in einem Gospelchor.

Was ist dein Lieblingsgenre? (lesen und schreiben)
Am liebsten lese ich Liebesromane, Young und New Adult Romance und auch erotische Romance. Eben auch das, was ich schreibe. Diesem Genre gehört meine Leidenschaft. Was aber nicht heißt, dass ich nicht zwischendurch mal etwas anderes lese. Wenn ich aber wählen könnte, wäre es immer ein Liebesroman.

Was fasziniert dich an deinem Genre so sehr?
Ich bin wohl eine unverbesserliche Romantikerin und glaube an die Macht der Liebe. Die Liebe ist doch das, was uns Menschen antreibt, stärkt und Hoffnung gibt. Und Geschichten, die mit der Liebe zu tun haben, berühren mich einfach ganz besonders.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich war als Kind schon die typische Leseratte, die überall ihre Nase in ein Buch gesteckt hat. Ich weiß nicht, wie oft meine Mama ins Zimmer gekommen ist und mich zum Schlafen ermahnt hat, weil ich am nächsten Morgen ausgeschlafen zur Schule gehen sollte. Aber kaum war sie wieder draußen, wurde heimlich mit der Taschenlampe geschmökert!
Irgendwann wollte ich eigene Geschichten schreiben. Ich glaube, mit elf oder zwölf entstand meine erste größere Geschichte, angelehnt an Hanni und Nanni, eine Internatsgeschichte. Später habe ich für Schülerzeitungen geschrieben, und Gedichte und Texte für verschiedene Literaturprojekte. Für mich stand irgendwie schon immer fest, dass ich einmal Bücher schreiben würde.

Adventstour Tag 8 - Kate Lynn Mason: Buchvorstellung

Alexandra Gorzen | Montag, 4. Dezember 2017 | Kommentieren
Hallo ihr lieben, ich hoffe ihr habt einen guten Start in die Woche!
Heute stelle ich euch das neuste Buch von Kerstin Sonntag (Kate Lynn Mason) vor!
Und auch diese Woche gibt es ein Gewinnspiel mit Kate Lynn Mason Goodies, dem eBook "Miras Magie" von K.C. Kornwall und dem Buch "Even the darkest stars" von Heather Fawcett auf englisch.

"Wenn Liebe ein bisschen einfacher wäre"
TITEL: wenn liebe ein bisschen einfacher wäre
AUTOR: kate lynn mason
VERLAG: romance edition (10.11.17)
SEITEN: 260
PREIS: 12,99€ (TASCHENBUCH)
4,99€ (KINDLE EDITION)

Klappentext
Jurastudent Ryan und die Kellnerin Isabella könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Ryans Zukunft – inklusive Hochzeit mit seiner Langzeitfreundin – bis ins Detail von seinen wohlhabenden Eltern durchgeplant ist, hält sich Isabella mit ihrem Job im Pub über Wasser, um die medizinische Versorgung ihrer Grandma zu finanzieren. 

Als sich die beiden begegnen, steht sofort fest, dass keiner in das Leben des anderen passt. Auch optisch nicht, denn Isabella liebt Tattoos und Piercings und fällt gern aus der Norm, während Ryan als der heißeste Rugbyspieler der Universität gilt. Doch wie sagt man so schön? Gegensätze ziehen sich an und in diesem Fall gegen alle Vernunft auch aus. Ein fataler Fehler, wenn auch noch Gefühle ins Spiel kommen ...


Morgen stelle ich euch dann die Autorin dieses tollen Buches vor 😉
Liebe Grüße
Alex

Adventstour Gewinnspiel #2

Alexandra Gorzen | Sonntag, 3. Dezember 2017 | 4 Kommentare
Hallo ihr Lieben!
Ich wünsche euch immer noch einen tollen 1. Advent 🙈
Heute startet das 2. Gewinnspiel meiner Adventstour mit den Autorinnen K.C. Kornwall und Kate Lynn Mason alias Kate Sunday. Wie auch in dieser Woche wird es nächste Woche Buchvorstellungen, Autoreninterviews und Leseproben mit ihnen geben.
Und hier kommt das Gewinnspiel:



Miras Magie:
Mira lebt in einer Welt, in der Magie als böse gilt und deshalb seit Jahrhunderten gejagt wird.
Aus den sicheren Zonen wurde diese übernatürliche Macht bereits gänzlich verbannt und die Menschen, die dort leben, interessieren sich deshalb auch nicht mehr sonderlich dafür.
In Miras Kopf ist die Magie jedoch allgegenwärtig, denn sie hat ein Geheimnis, dass eigentlich niemand je erfahren sollte.
Als kurz vor ihrem zwanzigsten Geburtstag ein seltsamer junger Mann auftaucht, werden ihre Welt und ihre Gefühle plötzlich völlig auf den Kopf gestellt und ihr wird klar, dass sie sich nun nicht mehr verstecken kann.

Zum Gewinn gehört:
1. Preis:
1 "Miras Magie"-eBook von K.C. Cornwall
+ Kate Sunday Postkarte (signiert)
+ Kate Sunday Goodies
+ "Hot Choclate for sassy demi gods" - Heiße Schokolade

2. Preis:
1 Print "Even the darkest stars" von Heather Fawcett aus der September Fairyloot Box (englisch!)
+ Kate Sunday Goodies
+ J.S. Wonda Lesezeichen

(Bitte beachtet, dass nicht alles, was auf dem Bild zu sehen ist, nur für den 1. Preis gedacht ist. Das Bild dient zu Veranschaulichung beider Preise.)

Teilnahmebedingungen:
🌹 Du musst Follower dieses Blogs sein und unter diesem Post einen netten Kommentar schreiben
(1 Los)
🌹 Auf meiner Facebook-Seite Bücherblüten kannst du ebenfalls teilnehmen und deine Chancen erhöhen (dort gibt es mehr Lose!)

 Rechtliches:
🌹 Ende dieses Gewinnspiels und Auslosung ist am 2. Adventssonntag, den 10.12.2017 um 12:00 Uhr
🌹 Der Gewinner wird sowohl auf diesem Blog, als auch auf Facebook (Bücherblüten) bekannt gegeben 
🌹 Du musst einen Wohnsitz in Deutschland haben
🌹 Weder Blogspot noch Facebook sind die Veranstalter dieses Gewinnspiels oder Ansprechpartner
🌹 Du musst volljährig sein oder das Einverständnis deiner Eltern haben
🌹 Die Gewinne können nicht ausgezahlt oder bei Verlust ersetzt werden
🌹 Ich hafte nicht bei Verlust der Gewinne

🌹 Der Gewinner muss sich innerhalb von 48 Stunden bei mir per Email (buecherblueten@web.de) oder PN auf meiner Facebook-Seite (Bücherblüten) melden


Vielen Dank an K.C. Kornwall und Kate Sunday für die großzügige Bereitstellung der Bücher und Goodies!❤️

Liebe Grüße und viel Glück!
Alex


Adventstour Tag 7 - Gewinnspielauslosung #1

Alexandra Gorzen | Sonntag, 3. Dezember 2017 | Kommentieren
Einen schönen ersten Advent wünsche ich euch!
Hier sin die Gewinner der 1. Adventsgewinnspiel:

1. Preis:
Vivien Dettmann

2. Preis:
Manuela Schäller

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern! Bitte meldet euch per Email (steht im Impressum) oder auf meiner Facebook Seite Bücherblüten innerhalb von 48 Stunden mit eurem Namen und Anschrift, sonst geht der Preis an einen anderen.

Liebe Grüße
Alex

Adventstour Tag 6 - Stefanie Kullick: Leseprobe

Alexandra Gorzen | Samstag, 2. Dezember 2017 | Kommentieren
Leseprobe aus "Die Kinder Gaias - Verbotene Früchte"

»Elisabeth! Träumst du schon wieder?« Die hohe Stimme ihrer Freundin schreckte Lizzy auf. Da war es wieder gewesen. In letzter Zeit hörte sie immer häufiger dieses Flüstern in ihrem Kopf, das außer ihr selbst niemand wahrzunehmen schien. Jedes Mal, wenn sie es hörte, versuchte sie, den gewisperten Wörtern ihre Bedeutung zu entlocken - bislang ohne Erfolg. Lizzy konzentrierte sich wieder auf ihre beiden besten Freundinnen, die ihr gegenübersaßen und verdrehte die Augen in Amaias Richtung. »Nenn mich noch einmal so und ich werde den Cupcake, den ich dir mitgebracht habe, selbst essen«, sagte sie erbost. »Auf diese Weise hörst du mir wenigstens zu.« Amaia grinste und ließ sich von ihrer Drohung nicht beeindrucken. Im Ernst, wer hieß heutzutage schon noch Elisabeth, wenn man nicht gerade zum englischen Landadel gehörte oder von einem Haufen Nonnen aufgezogen worden war? Letzteres war bei Lizzy der Fall. Sie mochte es nicht, wenn man sie mit ihrem vollen Namen ansprach. Sie fühlte sich dann immer so alt oder sofort ertappt, auch wenn gar nichts war. »Selbst, wenn«, grollte sie. »Tavia hat dieselbe Macke und sie ziehst du nie damit auf.« Lizzy warf ihrer Freundin einen kurzen Blick zu. Eigentlich hieß sie Octavia. Aber auch sie bestand ausdrücklich auf die Kurzform. »Das ist auch gar nicht nötig. Immerhin hört Tavia mir zu, wenn ich mit ihr rede«, hielt Amaia dagegen. Lizzy seufzte und gab nach. »Was hast du mir denn Wichtiges erzählen wollen?« »Hast du heute Abend schon etwas vor?« »Nein, es ist schließlich Mittwoch.« »Seit wann stört uns das?«, schnaubte Amaia. »Wohin wollt ihr gehen?« Lizzy käme sowieso nicht drum rum und käme letztendlich mit. Manchmal hatte sie den Eindruck, sie wäre die Einzige aus ihrem Dreiergespann, die ihr Studium wirklich ernstnahm. »Das Nightfall soll einen neuen Barkeeper beschäftigen.« Amaias Augen leuchteten begeistert. Zwar waren sie oft in dieser Bar, doch hätte die Besichtigung des neuen Barkeepers bestimmt auch bis zum Wochenende Zeit. »Und nur deshalb willst du schon wieder unter der Woche feiern gehen?«, fragte Lizzy skeptisch. Nun schaltete sich Tavia ein und sprang Amaia zur Seite. »Aber wir haben gehört, dass er ein wahnsinnig scharfer Leckerbissen sein soll.« Lizzy prustete laut los. »Was auch sonst. Am Ende streitet ihr euch nur wieder, welche von beiden ihn abschleppen darf.« »Als ob dir so etwas niemals passieren könnte«, empörte sich Amaia gespielt. »Im Gegensatz zu euch beiden beherrsche ich meine Triebe wenigstens gelegentlich«, stichelte Lizzy. »Und immer wieder sagen wir dir, dass du das endlich lassen solltest«, warf Tavia grinsend ein. »Also gehen wir? Nur auf einen Cocktail. Es wird auch bestimmt nicht spät werden«, bettelte Amaia und fügte dann grinsend hinzu: »Zumindest nicht für dich.« Wenn Lizzy ehrlich war, dann wollte sie das vermeintliche Sahnestück ebenfalls begutachten gehen. Außerdem war sie nicht so lammfromm wie ihre Freundinnen sie gern darstellten. Obwohl sie trotzdem nicht an Tavia und Amaia herankam, wenn man ihre Vergnügungslust und unzähligen Männergeschichten miteinander verglich. Keine von ihnen war in festen Händen und das war gut so. Schließlich waren sie jung und studierten in einer Großstadt. Wenn das nicht die Zeit war, sich auszutoben, wann dann? »Na schön, wir gehen heute schon hin. Aber nur unter einer Bedingung«, sagte Lizzy gedehnt. »Welche?« Amaia stand die Skepsis ins Gesicht geschrieben. »Es bleibt bei einem Cocktail und ich darf mein Glück als erste versuchen.« Triumphal betrachtete Lizzy die entsetzten Gesichter ihrer Freundinnen. »Vergiss es!«, zischte Tavia. »Wir hätten ihr erst gar nicht davon erzählen sollen.« Amaia schloss sich der Meckerei an. Lizzy stellte die Dose mit den Cupcakes auf den wackeligen Mensatisch, verschränkte die Arme vor der Brust und wartete. »Okay. Einverstanden. Der lässt dich garantiert abblitzen.« Amaia lenkte schweren Herzens ein. »Fein, dann dürft ihr jetzt euren Nachtisch haben«, sagte Lizzy gönnerhaft. Eilig zog Tavia die Plastikdose zu sich. »Das ist Bestechung«, stellte sie fest. »Ich weiß.« Tavia guckte Lizzy verstimmt an. Dann öffnete sie den Deckel und riskierte einen Blick. Augenblicklich wandelte sich ihr Gesicht und ein breites Strahlen glättete ihre gerunzelte Stirn. »Erdbeer-Sahne«, seufzte sie euphorisch und griff sich eines der kleinen Kunstwerke, die Lizzy gestern wieder produziert hatte. Amaia bekam große Augen und griff ebenfalls gierig zu. Schnell zog Lizzy die Box zu sich zurück, sonst kämen die beiden noch auf die Idee ihren Kuchen ebenfalls zu verspeisen. Wenn es um Süßes ging, kannten die beiden kein Halten mehr. Man sah es ihnen nicht an, aber Lizzy buk mehrmals pro Woche und jedes Mal machten sich die Freundinnen begeistert darüber her. »Wenn du nicht so furchtbar gut backen könntest, hätten wir dich schon längst in den Wind geschossen«, schmatzte Amaia mit halbvollem Mund. Lizzy ließ sich von ihr nicht foppen. »Rede dir das nur ein, wenn es dir dann besser geht.« Anstatt zu schmollen, weil Lizzy sich nicht hatte ärgern lassen, biss Amaia in den Cupcake und verzog genießerisch das Gesicht. Lizzy sah auf ihre Armbanduhr. Ihre nächste Vorlesung fing gleich an. Ihr Kuchen würde warten müssen. Hastig schob sie den Stuhl zurück, ergriff mit einer Hand die Plastikdose und schnappte sich mit der anderen ihr Essenstablett. »Ich muss los. Wann treffen wir uns?« »Wir sind um acht bei dir und holen dich ab«, versprach Tavia kauend. »Du solltest sie nicht immer so ärgern, Amaia«, sagte Tavia, als Lizzy die Mensa verlassen hatte und außer Hörweite war. »Sie weiß schon, wie ich das meine«, verteidigte sich Amaia. »Mag sein, aber Menschen sind bisweilen etwas empfindlich, vergiss das nicht«, mahnte sie. »Ich mag sie wirklich und fände es schade, wenn sich das ändern würde.« Amaia zuckte unbestimmt mit den Schultern. »Na schön, dann werde ich sie etwas weniger ärgern. Ich mag sie nämlich auch.« Tavia freute sich über die Einsicht und schenkte Amaia ein warmes Lächeln. Der große Speisesaal leerte sich zusehends und immer weniger Studenten füllten den Raum mit ihren Gesprächen. Sich der möglichen Lauscher bewusst, senkte Tavia die Stimme. »Was ist mit uns? Gehen wir in eine Vorlesung oder woanders hin?« Amaia überlegte einen Augenblick. »Wir waren erst vor drei Tagen das letzte Mal zu Hause. Ich möchte lieber hierbleiben. Wenn wir heute Abend zu spät bei Lizzy sind, braucht sie doch wieder eine halbe Stunde, um sich abzuregen. Du weißt doch, wie pingelig sie in Bezug auf unsere mangelnde Pünktlichkeit immer ist. Bis zur Sonnenwende sind noch fast zwei Wochen Zeit. Wir müssen heute nicht schon wieder zurückkehren.« »Da hast du recht. Dann los, sonst kommen wir zu spät zu unserer Vorlesung.« Es war schon fast sechs Uhr abends, als Lizzy die Tür zu ihrer kleinen Dachgeschosswohnung aufschloss. Sie musste sich sputen, wenn sie rechtzeitig fertig werden wollte. Ihre Tasche und die Schale Erdbeeren, an denen sie einfach nicht hatte vorbeigehen können, stellte sie auf die schmale Theke in ihrer Wohnküche. Auf dem Weg ins Badezimmer schlüpfte sie aus ihren Schuhen und ließ sie achtlos im Flur liegen. Da dies ihr eigenes kleines Reich war, konnte sich niemand an dieser kurzzeitigen Unordnung stören. Lizzy war froh, dass Marianne, ihre Adoptivmutter, sich gegenüber ihrem Mann durchgesetzt hatte und sie Lizzy ausreichend unterstützten, damit sie sich nicht in eine schmuddelige WG hatte einquartieren müssen. Natürlich gab es da auch Ausnahmen, aber manchmal war Lizzy gern für sich. Außerdem hatte sie hier den Platz, den sie für ihren kleinen Urwald und ihre Küchenexperimente benötigte. Kurzerhand schlüpfte sie unter die Dusche. Für Anfang Juni war es bereits erstaunlich warm und sie brauchte dringend eine Abkühlung. Die nächsten zwei Stunden vergingen wie im Flug und erst um zehn vor acht war Lizzy fertig herausgeputzt. Eilig machte sie sich über die Erdbeeren her, die sie als Abendessen vorgesehen hatte. Als sie sich die letzte Beere in den Mund schob, klingelte es an der Tür. Es war zwei Minuten vor acht, immerhin waren ihre Mädels pünktlich. Lizzy schnappte sich ihre Handtasche, die sie bereitgelegt hatte, und ihren Schlüsselbund. »Ich bin sofort bei euch«, flötete sie in die Gegensprechanlage und wartete erst gar nicht auf eine Erwiderung. In der offenen Wohnungstür drehte sie sich noch einmal um und ließ ihren Blick schweifen. Es war alles in Ordnung. Sie konnte sich auf den Weg machen. So schnell es in dem knappen schwarzen Kleid und den hochhackigen Sandalen ging, flitzte Lizzy die Treppen hinunter. Das Nightfall lag nur ein paar Straßen entfernt, sie würden zu Fuß gehen. Sie öffnete die Haustür und vor ihr standen wie erwartet Amaia und Tavia auf dem Gehweg. Amaia bekam große Augen, als sie sie sah, obwohl ihr eigener Rock kürzer als Lizzys war. »Dafür, dass heute nur Mittwoch ist, hast du dich ganz schön aufgedonnert.« Ihr Tonfall war spöttisch, doch strafte das fröhliche Grinsen in Amaias Gesicht ihn Lügen. »Du willst uns diesen Typen also wirklich ausspannen«, stellte Tavia fest. Lizzy schnaubte. »Wenn er wirklich so toll ist, wie ihr beiden sagt, wird er garantiert von den Mädels so sehr in Beschlag genommen, wie die Motten eine Kerze umschwärmen. Doch sollte sich mir die Gelegenheit bieten, lasse ich sie bestimmt nicht ungenutzt verstreichen.« Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in die Bar und Lizzys Freundinnen lamentierten die ganze Zeit darüber, dass sie sie besser nicht mitgenommen hätten. »Ihr tut ja so, als ob ich sonst eine Nonne wäre«, beschwerte sich Lizzy bei ihnen, während sie um die letzte Ecke bogen. »Mit deiner roten Mähne siehst du im kleinen Schwarzen eben zu scharf aus. Das ist ungerecht«, lachte Tavia. »Und wegen mir müsst ihr euch nun verstecken oder was soll das heißen?« Lizzy unterzog das Outfit der beiden einer genauen Prüfung. Die knappen Röcke und engen Tops überließen nicht viel der Fantasie. Wenn Tavia Lizzys Haare schon bemerkenswert fand, was dachte sie dann von ihren eigenen? Ihre braunen Locken hingen ihr bis in die Taille und schwangen bei jedem Schritt mit. Amaia hingegen war blond und trug die Haare ebenso lang. Wenn man ehrlich war, sahen die beiden aus wie zwei Finalkandidatinnen der nächsten Topmodelstaffel, nur nicht ganz so dürr, sondern mit Kurven versehen. Selbst im häuslichen Schlabberlook verströmten sie eine einnehmende Grazie. »Ja, ich fühle mich ganz klein und unscheinbar neben dir«, klagte Amaia nun. »Du weißt nicht einmal, was diese Wörter bedeuten, geschweige denn, wie sie sich anfühlen«, spöttelte Lizzy zurück. Sie erreichten den Eingang vom Nightfall und unterbrachen ihre freundschaftlichen Sticheleien. Lizzy zog die schwere Tür auf und ein Schwall heißer, stickiger Luft strömte ihnen entgegen. Die Bar war schon gut besucht und zahlreiche Gesprächsfetzen bahnten sich ihren Weg durch das Wummern der Musik. Es erinnerte Lizzy an das Flüstern in ihrem Kopf. Eilig schüttelte sie den Gedanken ab und trat ein. In der Nähe der Theke entdeckte sie einen kleinen Tisch, der noch unbesetzt war. Zielstrebig steuerte sie auf ihn zu und schob sich dabei durch die Leute, die herumstanden. Von dort aus müssten sie einen guten Blick haben. Zu dritt quetschten sie sich auf eine Bank, die eigentlich nur für zwei Personen vorgesehen war. Lizzy ließ ihren Blick schweifen, doch konnte sie niemanden hinter der Theke entdecken, den sie nicht schon kannte. Stattdessen winkte sie eine Kellnerin heran und orderte drei Caipirinha. »Euer Barkeeper scheint nicht hier zu sein«, stellte sie fest. »Vermutlich zählt er wie die Krokodile in den Abwasserkanälen zu den urbanen Legenden und es gibt ihn gar nicht. Und dafür habe ich mich in diese Pelle gezwängt.« »Das sind auch keine Krokodile, sondern Alligatoren. Und natürlich gibt es ihn. Meine Quellen sind immer zuverlässig.« Es gefiel Amaia nicht, dass sie an ihr zweifelte. Lizzy wollte sich nicht mit ihr zanken und lenkte ein. »Dann warten wir eben. Bestimmt kommt er noch. Wenn er neu hier ist, wird er heute kaum schon Urlaub haben.« Es dauerte nicht lange, bis die Kellnerin mit ihren Cocktails zurückkam. Lizzy stocherte mit ihrem Strohhalm in den Limetten am Boden des breiten Glases herum. Das viele Eis kam dadurch in Bewegung und knirschte. Neugierig sah sie sich um und suchte nach bekannten Gesichtern. Ein paar entdeckte sie, die öfter hier waren. Doch hatte sie mit kaum einem je mehr als drei Sätze gewechselt. Keiner, den Lizzy zu ihren näheren Bekannten zählte, war heute hier. Aus dem Augenwinkel bemerkte Lizzy, wie die Tür hinter der Theke, die zum Lagerraum führte, schwungvoll aufgestoßen wurde. Herein kam ein Mann, der Mitte zwanzig sein musste. Hätte Lizzy ihn schon einmal gesehen, wüsste sie davon. Das musste das Objekt von Amaias Begierde sein. Seine weißblonden Haare hatte er zu einer wilden Frisur gestylt. Er trug ein schwarzes Hemd mit kurzen Ärmeln, die einen guten Blick auf seine muskulösen Oberarme gewährten. Jetzt setzte er den Bierkasten, den er hereingetragen hatte, ab und schob ihn unter die Theke. Seine dunkelblaue Jeans saß tief, als er sich vornüber beugte - nicht so tief, dass sie in seinen Knien schlotterte - doch kaum hoch genug, als dass man sie als anständig bezeichnen konnte. Er sah auf, ihre Blicke trafen sich und er lächelte schief. Das mussten Kontaktlinsen sein. Niemand hatte so helle Augen. Plötzlich runzelte der Barkeeper die Stirn und Lizzy fürchtete, ihm könnte nicht gefallen, was er sah. Unsicher brach sie den Blickkontakt ab und stieß Amaia mit dem Ellenbogen leicht in die Seite. »Hey, ich glaube, da ist der Typ, den du unbedingt begutachten wolltest.« Mit breitem Lächeln sah Amaia von ihrem Caipirinha auf und schaute zur Theke. Auf einmal verkrampfte sie sich neben Lizzy und das Lächeln schwand aus ihrem Gesicht. Sie wirkte zutiefst erschrocken. »Tavia…«, stammelte sie regelrecht. Aber Tavia hatte den Mann schon entdeckt und sah ebenso unglücklich aus wie Amaia. Lizzy verstand nicht, was die beiden hatten. Schließlich hatten sie recht behalten. Der neue Barkeeper sah wirklich zum Anbeißen gut aus. Sie riskierte einen weiteren Blick, nur um festzustellen, dass der Mann sie immer noch beobachtete. Das Flüstern kam so überraschend wie meistens. Lizzy versuchte, ihm auf den Grund zu gehen und lauschte. Die Worte entschlüpften ihr, bevor sie ihren Sinn verstehen konnte. Sie schüttelte den Kopf und blinzelte ein paar Mal, aber weder machte dies das Flüstern deutlicher, noch verschwand es dadurch. Lizzy wollte es nicht schon wieder verpassen, wenn ihre Freundinnen mit ihr sprachen und wollte sehen, ob sich ihre Lippen bewegten. Beide starrten konzentriert vor sich hin. Amaia räusperte sich und gleichzeitig verschwand das Flüstern. »Könntest du uns bitte kurz durchlassen? Tavia und ich müssten mal zur Toilette.« »Okay, dann komme ich mit«, erwiderte Lizzy. Vielleicht rückten die beiden dort mit der Sprache raus und sie erfuhr, wo das Problem lag. »Bleib lieber hier, sonst ist der Tisch weg, wenn wir alle gehen«, wandte Tavia ein. Lizzy forschte in den Gesichtern ihrer Freundinnen. Offensichtlich sollte sie nicht dabei sein. Später müssten sie ihr erklären wieso. Murrend stand Lizzy auf und eilig rutschten Amaia und Tavia von der Bank. »Lasst mich nicht so lange warten.« Amaia nickte abwesend und schob sich an ihr vorbei. Missmutig ließ Lizzy sich auf das Polster fallen und sah ihren Freundinnen nach, die gerade in dem Gang verschwanden, der zu den Toiletten führte. Der neue Barkeeper hatte mit seinem Kollegen die Köpfe zusammengesteckt und kam nun hinter der Theke hervor. Auch er verschwand in diesem Gang. Lizzy glaubte nicht an Zufälle. Irgendetwas war hier faul. Normalerweise war Amaia Feuer und Flamme, wenn sie sich einem heißen Typen gegenübersah. Diesen Blick hatte Lizzy in Amaias Gesicht noch nie gesehen. Die drei mussten sich kennen. Noel folgte Tavia und Amaia. Warum mussten die beiden ausgerechnet hierhergekommen sein? Wieso hatte er sich einen Job in einer Bar suchen müssen, die von ihnen besucht wurde? Dabei hatte Noel das zuvor gar nicht wissen können. Er war davon ausgegangen, dass es außer ihm niemanden in dieser Stadt gab. Wenn sie verrieten, wo er war, konnte Noel seine aktuellen Freiheiten vergessen und hätte schon bald keine Ruhe mehr. Er musste sie zum Schweigen bringen. Amaia und Tavia erwarteten ihn am Ende des Ganges, wie er es ihnen aufgetragen hatte. »Was macht ihr hier?«, fragte Noel gereizt, als er sie erreichte. Sie verneigten sich und Noel konnte ihre Anspannung spüren. Sie lag schwer in der Luft. Sie hatten ebenfalls nicht damit gerechnet, ihn hier anzutreffen. »Wir studieren an der Universität und kommen manchmal in diese Bar mit unserer Freundin«, erklärte Amaia haspelnd, wobei sie den Blick gesenkt hielt. Noel verdrehte die Augen. »Stellt euch gerade hin. Was sollen die Menschen denken, wenn sie euch sehen?« Hastig richteten sie sich auf und sahen Noel nervös an. »Eure Freundin ist ein Mensch?«, fragte er. »Ja«, antwortete Tavia schlicht. »Habt ihr ihr verraten, was ihr seid?« Wild schüttelte Amaia den Kopf. »Nein, wir haben sie nicht eingeweiht. Sie weiß von nichts.« »Gut, das sollte auch so bleiben«, sagte Noel ernst. »Das wird es«, versicherte Tavia eilig. »Versprecht mir, niemandem davon zu erzählen, mich hier gesehen zu haben.« Sein Tonfall war nachdrücklich. »Ich verspreche, dass ich niemandem davon erzähle, dass du in der Stadt bist oder dass du hier arbeitest«, schwor Tavia sogleich. Amaia zögerte. Sie schien mit sich zu ringen. Noel hoffte, sie würde sich freiwillig für das Versprechen entscheiden. Er wollte sie nicht dazu zwingen müssen. Doch genau das täte er, sollte sie sich weigern und sich nicht an den Schwur binden wollen. »Unter einer Bedingung…«, setzte Amaia flüsternd an, traute sich dann aber nicht weiterzusprechen und senkte den Blick. »Welche?«, fragte Noel gedehnt. »Du musst ebenfalls etwas versprechen. Bitte lass die Finger von Lizzy, unserer Freundin. Sie ist wirklich nett und ein ganz wunderbarer Mensch. Sie hat es nicht verdient, dass man ihr das Herz bricht und mit ihr spielt.« Noel überlegte einen Moment. Die Frau hatte ihm gut gefallen. Allerdings gab es genug andere. Sie lohnte den Aufwand nicht, wenn Amaia andernfalls tratschte. Der Mensch musste Amaia wirklich etwas bedeuten, wenn sie es seinetwegen wagte, ein Versprechen von Noel zu fordern. Es war wichtiger für ihn, unentdeckt zu bleiben als sich mit einer bestimmten Frau nicht vergnügen zu dürfen. Bereitwillig nahm er den Handel an. »Gut, ich verspreche, von Lizzy die Finger zu lassen.« Amaia wirkte erleichtert, als er so leicht einlenkte. Erwartungsvoll harrte er nun ihrem Schwur. »Ich verspreche ebenfalls, niemandem von deiner Anwesenheit in dieser Stadt zu erzählen«, erwiderte Amaia beruhigt. »Es freut mich, dass wir die Angelegenheit so schnell klären konnten«, sagte er aufrichtig. »Dürfen wir dann wieder gehen?«, fragte Tavia vorsichtig. »Lizzy wartet bestimmt schon auf uns.« Noel nickte und trat an die Seite, um die beiden im schmalen Gang vorbeizulassen. Mit trippelnden Schritten huschten sie an ihm vorüber und verschwanden im vorderen Teil der Bar. Noel wartete einen weiteren Augenblick, bevor auch er sich langsam auf den Rückweg machte. Sorgen musste er sich nun nicht mehr. Kaum jemand hielt die Kopfschmerzen lange genug aus, um ein Versprechen brechen zu können. Selbst wenn sie es jemandem erzählen wollten, kämen sie keine drei Worte weit. Er würde sein hiesiges Leben nicht aufgeben müssen. Ungeduldig wartete Lizzy auf die Rückkehr ihrer Freundinnen. Für einen Toilettenbesuch dauerte das alles schon viel zu lange. Endlich kamen die beiden zurück. Ihre ernsten Mienen und die nervös umherstreifenden Blicke bestätigten ihren Verdacht, dass hier etwas vor sich ging, von dem sie noch nichts ahnte. Als sie den Tisch erreichten, zwangen sich beide zu lächeln. Es wirkte verkrampft. Lizzy stand auf und machte ihnen Platz, damit sie sich wieder setzen konnten. »Also, wer ist der geheimnisvolle Fremde?« »Wen meinst du?«, fragte Tavia wenig überzeugend zurück. Lizzy deutete mit ihrem Kopf in Richtung des Barkeepers, der gerade aus demselben Gang zurückkam, wie Amaia und Tavia noch vor einer Minute. »Ihn. Und jetzt versucht nicht zu behaupten, ihr würdet ihn nicht kennen. Das werde ich euch nämlich nicht glauben.« Amaia nippte an ihrem Cocktail und zögerte so eine Antwort hinaus. Das Flüstern in Lizzys Kopf begann von Neuem, doch dieses Mal versuchte sie nicht, es zu fassen zu bekommen, sondern wollte es ignorieren. So schnell wie es gekommen war, verschwand es auch gleich wieder. »Wir… sind zusammen aufgewachsen«, begann Tavia zögerlich. »Tatsächlich?« Lizzys Augenbrauen schossen überrascht in die Höhe. Sie hatte geglaubt, er sei ein Verflossener der beiden. Wobei das eine das andere nicht ausschloss. »Ja, tatsächlich«, bestätigte nun auch Amaia und ließ von ihrem Caipirinha ab. »Er heißt Noel. Wir kennen uns seit wir klein waren. Aber seit ein paar Jahren hatten wir uns nicht gesehen.« Lizzy beobachtete Noel mit neu erwachtem Interesse. Gelegentlich schaute er in ihre Richtung. Er schien angespannt zu sein. »Warum habt ihr euch aus den Augen verloren?« »Eines Tages war er einfach weg«, antwortete Amaia. »Wir hatten keine Ahnung, dass er in der Stadt ist.« »Wahrscheinlich hat eine von euch ihm das Herz gebrochen und er hat Reißaus genommen so schnell er nur konnte«, prustete Lizzy. Tavia wurde blass. »Von wegen. Zwischen uns war nie etwas in dieser Richtung und du solltest es auch bleiben lassen. Er ist nichts für dich.« Tavias Stimme war resolut. Jetzt war Lizzy vollends verwirrt. Für gewöhnlich ermutigten ihre Freundinnen sie, ihren Spaß zu haben. Warum sollte sie es dieses Mal dabei bewenden lassen? Sie hatte den Eindruck, dass sie etwas vor ihr verbergen wollten und fürchteten, es könnte durch Noel ans Licht kommen. »Warum denn nicht? Er sieht doch nett aus«, erwiderte Lizzy grinsend. Tavia schaute sie entgeistert an. Hätte sie vorgeschlagen mit einem ausgewachsenen Grizzly kuscheln zu wollen, sie wäre weniger entsetzt gewesen. »Lass es einfach. Er spielt nur mit dir. Er hat es noch nie ernst mit einer gemeint. Das kann er gar nicht.« »Das ist jetzt aber nicht sehr schmeichelhaft.« »Aber es ist die Wahrheit«, bestärkte Amaia die Worte ihrer Freundin. Lizzy wollte sich mit diesen Abspeisungen nicht zufriedengeben. Allerdings kannte sie ihre Freundinnen gut genug, um zu wissen, dass sie hier am heutigen Abend nicht weiterkäme. Je mehr die beiden dichtmachten, desto neugieriger wurde sie. Verstohlen spähte sie zur Bar und suchte nach Noel. Mit routinierten Handgriffen ging er zu Werke und arbeitete die Bestellungen ab, die ihm die Kellnerinnen zuriefen. Ein Teil von Lizzy hatte nicht das Geringste dagegen einzuwenden, sein Spielzeug zu sein. »Du sabberst«, fuhr Amaia sie scherzhaft von der Seite an. Sie zuckte ertappt zusammen und konnte nicht verhindern, dass ihr die Röte ins Gesicht schoss. Sie sparte sich die Antwort und griff stattdessen nach ihrem Glas. Lizzy beschloss, demnächst noch einmal herzukommen. Doch beim nächsten Mal müssten Tavia und Amaia zu Hause bleiben. Sie wollte den Mann kennenlernen, der es fertigbrachte, die beiden selbstbewusstesten Frauen, die sie kannte, plötzlich ganz unsicher und klein aussehen zu lassen.

Adventstour Tag 5 - Stefanie Kullick: Interview

Alexandra Gorzen | Freitag, 1. Dezember 2017 | Kommentieren
Schön, dass du heute dabei bist. Fangen wir mal einfach an, stelle dich den Lesern vor!
Hallo zusammen! Zunächst, bitte sagt Steffi. Stefanie sagt meine Mutter, wenn sie sauer ist und sonst niemand. 😉Ich bin dieses Jahr 30 geworden und habe Bücher schon geliebt, lange bevor ich lesen konnte. Mit etwa 15 fing ich an eigene fantastische und romantische Geschichten zu schreiben. Meine Debut "Regenprinzessin" (Band 1 einer Trilogie) habe ich vor 6 Jahren im Selbstverlag veröffentlicht. In diesem Sommer erschien mein 4. Buch, welches der Beginn einer neuen Reihe namens "Die Kinder Gaias" ist. Ich schreibe nebenberuflich und bin im Hauptberuf Buchhalterin. Klingt komisch, als würde es nicht zusammenpassen, aber bekanntlich ziehen Gegensätze sich ja an. 😉

Was sind deine Hobbys? (neben dem Schreiben natürlich^^)
Lesen natürlich! Bevorzugt Fantasy, Romantasy und Mangas. Gib mir einen Drachen oder eine Hexe und ich bin glücklich. 😀Außerdem bin ich Serienjunkie und Cineast, Theater mag ich auch. Eigentlich kann man sagen, ich liebe Geschichten, egal in welcher Erzählform. Zusätzlich gärtnere ich, koche, backe und bastel gern, am liebsten mit Perlen. Ich mache gern Dinge selbst, besonders in der Küche.

Bist du den auch schon dabei Plätzchen zu backen?☺
Selbstverständlich! Ich bin berühmt für meine Zimtsterne und mein Nutella - Kokos Schwarzweißgebäck. 😀
Die sind sicher lecker😋
Und wie bist du zum Schreiben gekommen?:)
Durch meine Träume, wenn man so will. Die sind nach wie vor der größte Quell meiner Ideen. Eines Morges während eines Schüleraustausches in Frankreich habe ich etwas unfassbar Tolles geträumt. Ich wollte wieder einschlafen und weiter träumen, aber es hat einfach nicht geklappt. Lag bestimmt an dem fürchterlichen Bett der kleinen Schwester, in dem ich schlief. Es war winzig und hatte so eine Gummieinlage als Durchnässschutz und das im Hochsommer... Ich schweife ab... Jedenfalls hat mich das so gefrustet, dass ich beschloss, mir eben bewusst im wachen Zustand eine Fortsetzung zu überlegen. Aus einer Idee wurden Dialoge, schließlich Szenen und plötzlich ein ganzer Handlungsbogen. Da ich Bücher liebe, wagte ich den Versuch meine Idee aufzuschreiben und selbst eine Geschichte zu verfassen.
Wann kannst du am besten schreiben? Beziehungsweise, wann überkommt dich die Inspiration?🙂
Die Frage ist ein bisschen kniffelig. Eigentlich bin ich ein totaler Nachtmensch. Eule durch und durch. Ich liebe es im Stillen allein mit meinen Gedanken zu sein, wenn es die Temperaturen erlauben, mal kurz den Kopf aus dem Fenster zu stecken und in den Himmel zu schauen. (Ich liebe Sterne und alles, was in den Weiten des Alls zu finden ist) Dann komme ich mir zwar immer ganz klein und unbedeutend vor, aber zugleich bin ich mir selbst in diesem Moment viel näher. So kam es, dass ich nach wilden Knutschereien mit der Muse manchmal schlaflos zur Arbeit gefahren bin... 5 Espressi im Thermobecher und Guarana Pille sei Dank. 😉 Seit März 2016 wird mein Schlafrhythus jedoch von einem kleinen, ständig wachsenden Wesen fremdbestimmt. Meine Tochter kommt nach mir. Auch sie ist eine Eule, eine sehr aktive Eule. Deshalb fallen die nächtlichen Schreibaktionen seitdem seltener und kürzer aus. Aktuell schreibe ich meist bei meinen Eltern, wenn die Kurze ihre Großeltern auf Trab hält oder abends, wenn sie im Bett ist.

Woher hattest du die Idee für dein Buch "Die Kinder Gaias"?

Ich habe davon geträumt. Die Grundidee stammt daher. So ist Noel zu seinem Job gekommen und auch die Idee mit den Feierlichkeiten zu den Sonnenfesten und den sich verändernden Kleidern stammt aus eben diesem Traum. Den Rest habe ich dazugesponnen, recherchiert oder mich von plötzlichen Eingebungen leiten lassen (die Idee mit den Seelenbäumen traf mich ohne Vorwarnung bei der Heimfahrt von der Arbeit z.B.).

Hast du auch über Gaia recherchiert? Was gibt es so über sie zu wissen?
Natürlich, das ging gar nicht ohne. Die griechische Mythologie ist blutig und sehr freizügig, neben den Wikingern sind mir die Griechen auch am liebsten. Einiges habe ich auch übernommen. So wird Gaia als eine der Urgottheiten gesehen, die Personifizierung unseres Planeten, wenn man so will. Auch entstammen ihr die Meliaden (Eschennymphen) Die wurden allerdings aus Blut geboren und nicht wie bei mir aus Bäumen. Die Verbindung zu Bäumen und Schutzgebieten wurde auch von den griechischen Nymphen inspiriert jedoch noch mehr von der philippinischen Vorstellung der Diwata. Darum habe ich mein Volk auch nach ihnen benannt. Im Laufe der Geschichte wird Gaia auch eine größere Rolle spielen und letztendlich ihren Auftritt bekommen. Gar nicht mysthisch ist die Inspiration durch die sog. Gaia Hypothese, welche einen wissenschaftlichen Ursprung hat. Auch mit dieser Abhandlung habe ich mich ausgiebig befasst.

Ich habe ebenfalls ein Fable für die griechische Mythologie😊
Jetzt mal etwas selbstbewusster: Welches deiner Bücher findest du am "besten gelungen"?
Ich liebe Gianna und Van aus meiner 1. Reihe ohne Umschweife und Ausnahme, aber Hand aufs Herz! "Die Kinder Gaias" ist flotter und witziger Das ist zwar auch sehr dem Setting geschuldet, aber auch technisch. Man merkt dem Buch meine Entwicklung als Autorin an. Deshalb glaube ich tatsächlich, dass jedes meiner Bücher bzw. jede meiner Reihen die vorangegangene vermutlich übertreffen wird. Parallel arbeite ich gerade am Setting und dem Plot für die nächste Geschichte und möchte sagen, die wird wahrscheinlich noch besser werden. Sie hat definitiv das Potenzial dazu.
So und zum Schluss noch eine Frage passend zum Thema dieser Tour:
Was machen deine Protagonisten aus "Die Kinder Gaias" zur Advents- und Weihnachtszeit und was machst du? 🙂
Also Noel feiert seinen Geburtstag an Jul, der Wintersonnenwende am 21.Dezember. Jedoch freut er sich überhaupt nicht darauf! Lizzy wird wahrscheinlich bergeweise Plätzchen backen. Ich befinde mich dieses Jahr ehrlich gesagt in einem Dekorausch. Das liegt auch mit an meiner Tochter. Advent und Weihnachten sind magisch! Das soll sie auch von klein auf so empfinden und kennenlernen. Ich hab schon alles für Montag vorbereitet, dann wird unsere Haus zum Weihnachtswunderland.🙂  Außerdem wird bei uns gebacken und gebastelt, Weihnachtsgeschichten gelesen und es wird entspannte Abende mit Kaminfeuer geben. Weihnachten selbst ist fast schon stressig, da wir dann fleißig die Familie besuchen und zusammen feiern werden.

Klingt aber trotz des Stresses schön 😊  Dann bedanke ich mich ganz herzlich bei dir für deine Offenheit und, dass du dich hast von mir ausquetschen lassen 😄❤
Sehr gern! Danke für das nette Interview. 🙂 Ich freue mich schon sehr darauf, deinem Blog während der Adventsaktionen zu folgen. 😉Ich bin gespannt, was du alles vorbereitet hast.


Morgen geht es mit der Leseprobe zu "Die Kinder Gaias: Verbotene Früchte" weiter!
Liebe Grüße
Alex