Mittwoch, 14. Dezember 2016

DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben {Roman - Rezi}

https://www.amazon.de/DARK-LOVE-nicht-lieben-DARK-LOVE-Serie/dp/3453270630/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1481729995&sr=8-1&keywords=dark+love+dich+darf+ich+nicht+lieben

Titel: DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben
Autor: Estelle Maskame
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 8,99€ (Kindle Edition)
         9,99€ (Broschiert)










Inhalt

Die 16-jährige Eden ist genervt: Sie soll den ganzen Sommer bei ihrem Vater verbringen, der eine neue Frau geheiratet hat. Immerhin wohnt er in Los Angeles, und so hofft Eden auf heiße Nachmittage am Strand und coole Partys. Nie jedoch hätte sie sich träumen lassen, was sie dort erwartet: nämlich ihr absolut unmöglicher neuer Stiefbruder, der 17-jährige Tyler. Der pöbelt sich durch die gepflegte Willkommensparty, beleidigt alle, inklusive Eden, und zieht türenschlagend wieder ab. Eden ist zugleich abgestoßen und fasziniert von ihm. Denn seine smaragdgrünen Augen verraten, dass irgendwo in ihm eine sehr verletzliche Seele ist, die sich mit extrem grobem Äußeren panzert. Und auch Tyler scheint wider Willen von Eden angezogen zu sein …



Meine Eindrücke

Eden ist ein starkes und selbstbewusstes Mädchen, das weiß, was sie möchte. Allerdings ist sie in manchen Situationen zu selbstbewusst, sodass in ihr dieses typisch aufmüpfige Teenagermädchen erscheint. Durch ihre Abneinung, fast schon Hass, ihrem Vater und dessen neuer Frau gegenüber wird das am stärksten aufgezeigt: Sie gibt ihrer Stiefmutter nicht einmal die Chance sich als ihre Stiefmutter und somit "Verwandte" vorzustellen, sondern wird sofort als die Frau abgestempelt, die ihr ihren Vater genommen hat (obwohl ihr Vater aus eigener Entscheidung gegangen ist). Ihrem Stiefbruder gegenüber wird ihre Starrköpfigkeit eher positiv, da sie versucht ihm zu helfen. Sie versucht auch Probleme alleine zu lösen und vertraut sich niemanden außerhalb an. Auf der anderen Seite steht ihr Stiefbruder Tyler, ein ebenfalls außer Kontrolle geratener Teenager, der auf Partys mit Drogen und viel Alkohol in Kontakt steht. Allerdings gibt es auch einen Grund für seine Flucht aus der Realität mit Drogen. In Edens Gegenwart taut er nach und nach auf und man bekommt das Gefühl, dass er versucht sich für sie zu bessern. Das einzige was ihnen im Weg steht ist seine Beziehung zu Tiffani; er kann sich nicht von ihr loseisen und versucht trotzdem mit Eden eine Art Beziehung zu führen, was ihn zu einer sehr unentschlossenen und wankelmütigen Person macht. Tiffani ist der größte Störfaktor in dieser Geschichte, da sie Tyler durch unfaire und unmoralische Mittel an sich gebunden hält und mit allen Mitteln versucht ihn bloß nicht aus seinen Fängen zu lassen, obwohl es ganz offensichtlich ist, dass Tyler sie nicht liebt. Bei Tiffani hat man das Gefühl, dass sie nicht einfach nur eine bösartige Person ist, sondern auch, dass sie psychisch krank ist, da sie tatsächlich alles (außer Mord) versucht, um Tyler zu behalten. Edens neue Freundin Rachel ist eine ausgeglichenere Person und versucht allen ihren Freunden eine gute Freundin zu sein.
Der Schreibstil ist angenehm, wodurch das Lesen sehr flüssig ist und auch Spaß macht. Allerdings hat man einen ständigen Wechsel von mitleiderregenden und aufregenden (im positiven und negativen Sinne) Momenten, womit die Autorin wohl Spannung aufbauen wollte, jedoch das Leseerlebnis damit erschwert. Die ständigen Wendungen waren vor allem ein solches Mittel, welches auch aufgeregt hat.
Das Buch hat sehr viel Romantik und vor allem Drama in der Geschichte, ständige Zufälle und eingreifende Personen sorgen dafür, dass Eden und Tyler stark um ihre Liebe kämpfen müssen. Beachtenswert ist die Thematik von häuslicher Gewalt und die daraus resultierenden psychischen und familiären Probleme, mit denen die Familie zu kämpfen hat. Neben der Liebesgeschichte ist diese Leidensgeschichte von Tyler eine beeindruckende und zum Mitfühlen anregende Geschichte, die sehr überzeugend rübergebracht wird. Weniger überzeugend ist dahingegen die Problematik "Stiefgeschwisterliebe", welche das Hauptproblem der beiden Protagonisten ist. Ständig wird behauptet, dass die beiden nicht zusammen sein könnten, da sie doch auf dem Papier "Geschwister" seien, das die Gesellschaft sie niemals zusammen akzeptieren würde und an einer Stelle wird die Liebe zwischen den beiden Stiefgeschwistern als widerlich beschrieben. Dabei wird dieses Problem in dem Roman zu sehr aufgebauscht. Da sie in der Realität nicht wirklich ein Problem darstellt, wirkt dieses Gesamtkonstrukt zu unglaubwürdig.

Fazit

Der Roman hat seine guten und schlechten Seiten. Zu den schlechten gehören zum einen die ständige Aufregung, die durch die ständigen zufälligen Wendungen in der Liebesgeschichte entstehen. Zum anderen hat mich Tylers Unentschlossenheit genervt,die fast schon in Feigheit gründet. Die Thematik von häuslicher Gewalt und der daraus resultierende Missbrauch von Drogen des Opfer fand ich dagegen sehr gut geschrieben und ist sogar das Beste an diesem Buch. Hinzu kommt der flüssige Schreibstil, den ich immer schätze, und die gut ausgearbeiteten Charaktere, auch wenn sie einen zur Weißglut treiben können.


LG
Alex

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