Die Nacht der Lilie {Rezi}

Alex | Donnerstag, 27. August 2015
http://www.amazon.de/Die-Lilien-Reihe-Band-Nacht-Lilie-ebook/dp/B010V4JPJQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1440683491&sr=8-1&keywords=die+nacht+der+lilie

Titel: Die Nacht der Lilie
Autor: Sandra Regnier
Verlag: Impress
Preis: 3,99 € (Kindle Edition)












Inhalt:

Seit Julia durch eine ungewollte Zeitreise an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts gesprungen ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Neben dem ungewohnt höfischen Leben unter der Obhut des Grafen von Montsauvan ist sie nun als Mündel des Sonnenkönigs selbst anerkannt worden. Ein Schutz, der mehr Gefahren als Sonnenseiten in ihren Alltag bringt. Doch Julia ist fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und sich auf eigene Beine zu stellen. Nach wie vor gibt sie die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder in ihre Gegenwart zurückkehren zu können. Um wie viel leichter wäre das aber, wenn ihre einst so unschuldige Zuneigung zum Grafen sich nicht mit jedem Tag vertiefen und verändern würde … Dies ist der zweite und letzte Band der Lilien-Reihe.

//Textauszug:»Ich warne dich, Etienne. Kehr nicht wieder den Lehrer raus. Ich bin nicht mehr deine Schülerin. Ich bin deine Frau!«»Als solche hast du mir Treue und Gehorsam gelobt, erinnerst du dich?«, knirschte er zwischen den Zähnen.»Ehrlich gesagt nicht, weil ich in jenem Augenblick ziemlich benommen war. Kannst du mir bitte beim Öffnen des Oberteils helfen?« Sie hatte bereits drei Knöpfe geöffnet und drehte sich ihm nun zu. »Julia?«, fragte Etienne heftig atmend. »Versuchst du etwa mich abzulenken, indem du mich verführst?«//




Meine Eindrücke

Die Geschichte von Julia und Etienne im letzten Teil beginnt eigentlich dort, wo der letzte aufgehört hat, so gab es zu Anfang kaum Veränderungen. Entwicklungen bei den Charakteren kamen dann nach und nach auf: zum Beispiel der Prinz hat sich für mich sehr zum positiven verändert, auch wenn seine milchbubige Art vom ersten Teil sehr amüsant war. Natürlich haben auch Julia und Etienne sich verändert (endlich!!!). Julia ist etwas hartnäckiger geworden, aber dennoch um ihre Mitmenschen besorgt. Bei Etienne jedoch habe ich eine solche 180° Kehrtwende nicht erwartet, schön ist dann, ab und zu doch noch den ernsten Spießer zu sehen, wenn er wieder zum Vorschein kommt.Der Bruder des Königs wurde mir noch unsympathischer, als er schon war (ich habe ihn schon im ersten Teil gehasst) 
Diesmal ist die Geschichte viel dramatischer als sie es noch im ersten Teil war, dafür auch viel emotionaler, was in manchen Momenten schön und in anderen traurig war. Die Hetzjagden waren gefährlicher und Julia und Etienne diesmal ungeschützt gegen ihre Gegner, was alles noch spannender macht. 
Zugegebenermaßen kam mir dann eine Situation, wie ein ziemlich großer Zufall vor, dass er eigentlich unmöglich sein kann. Dass die Figuren dann genau diesen unmöglichen Zufall auch noch benennen, macht es die Situation weniger unrealistisch, als sie es ohne wäre.
Das Ende war ein geschickter Trick der Autorin, der aus Fantasy Realität macht. Allerdings hat das Ende für mich eigentlich die gesamte Geschichte kaputt gemacht und mich auch ziemlich enttäuscht. Auch wenn es "gut" ausgeht, so war es nicht wirklich ein Ende, mehr ein Anfang einer neuen Geschichte, die die vorherigen Seiten zunichte macht.

Fazit

Nach dem ersten Teil wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Etienne und Julia weitergeht und als ich dann diesen Klappentext gelesen habe, dachte ich einfach nur:Endlich! Dass die Geschichte dass noch spannender war, als im ersten Teil, machte alles noch besser und ich konnte es kaum, erwarten, wie es weiter geht. Jedoch hatte mich das Ende ein wenig enttäuscht, auch wenn ich ein Lächeln auf den Lippen hatte, so war es eher ein "Zweiter Platz". Ein Ende, das ich mir nicht gewünscht hätte, mit dem ich auch überhaupt nicht gerechnet hatte, mit dem ich aber leben kann.
Der Roman ist wirklich gut, vor allem wegen des wundervollen Schreibstils und der flüssigen und mit Überraschungen gespickten Geschichte und auch wenn mir das unerwartete Ende nicht gefallen hat, so konnte ich darüber lachen.

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